9. November 1938 - Wie aus Nachbarn Juden wurden

9. November 1938 - Wie aus Nachbarn Juden wurden
Lesung aus: Ein ganz normales Pogrom. November 1938 in einem deutschen Dorf

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Veranstaltungsdaten

 

Rubrik:

Vortrag & Workshop & Lesung
Ort: VHS Brunschweig
Diese Veranstaltung ist kostenlos.

9. November 1938 - Wie aus Nachbarn Juden wurden Im November 1938 geht im ganzen Deutschen Reich die Saat des Hasses auf. In Hunderten Gemeinden demütigen Einwohner ihre jüdischen Nachbarn. Das heutige Bild des Novemberpogroms 1938 wird von den Vorgängen in Berlin und einigen anderen großen Städten wie München oder Essen dominiert. Doch das eigentlich Schockierende an den antisemitischen Übergriffen der »Reichskristallnacht« war, dass sie anders als frühere organisierte Pogrome tatsächlich reichsweit und bis in die Provinz hinein stattfanden. Die Novemberpogrome sind die Zäsur zu einer neuen Qualität und Intensität der Verfolgung.
Der Redakteur und Buchautor Sven Felix Kellerhoff zeigt am Beispiel des rheinhessischen Weindorfes Guntersblum, wie der Hass wucherte, ausbrach und welche Folgen er hatte. Gerade der Blick in ein ganz normales Dorf macht die erschreckende Normalität des Judenhasses greifbar und unmittelbar einsichtig. Hier kannten sich Opfer und Täter tatsächlich, lebten eng zusammen. Sven Felix Kellerhoff erzählt in seinem Buch "Ein ganz normales Pogrom" von den ergreifenden Schicksalen der Betroffenen in Guntersblum. Er zeigt, wie das Gift des Antisemitismus sich ausbreitete, wie die Situation ab 1933 eskalierte, was im November 1938 genau geschah und wie
die Vergangenheit diesen exemplarischen Ort bis heute nicht loslässt.

Wo:

Alte Waage 15
38100 Braunschweig

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Kontakt:

Georgstraße 36
30159 Hannover

051116999710