JOÃO GABRIEL – Almost Blue

09 Aug - 02 Okt
JOÃO GABRIEL – Almost Blue
João Gabriel, Untitled, 2020 Öl auf Leinwand / oil on canvas, 167 × 155 cm, Courtesy der Künstler© Kunstverein Braunschweig e.V.

Termine

Nächster Termin: 09. August 2022

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Veranstaltungsdaten

 

Rubrik:

Ausstellung & Museum
Ort: Kunstverein Braunschweig e. V., Villa Salve Hospes
Preis: Regulär: 5,- € Ermäßigt: 3,- €

Mit neuen Arbeiten für den Kunstverein Braunschweig setzt sich der Künstler mit queeren Begehren, Intimität, Cruising, mentalen und realen Landschaften auseinander. Malerisch verarbeitet er Eindrücke von portugiesischen Stränden, von seiner Umgebung auf dem portugiesischen Land sowie von Pornofilmen des „queer underground“. Eröffnung mit großem Sommerfest: 01. Juli 2022

João Gabriels Gemälde entstehen durch einen anachronistischen Kniff: er spult digitalisierte VHS-Filme bis zu einer Szene seiner Wahl zurück, pausiert das Video und überträgt die eingefrorenen Bilder mithilfe digitaler Werkzeuge auf die Leinwand. Die so dargestellten Landschaften und Räume, vor allem aber das Miteinander von Körpern sind mit Farbe eingefangene Augenblicke, die das Fiktive und das Reale, die Gegenwart und die Erinnerung miteinander vermischen. Seine Gemälde und bildnerischen Untersuchungen basieren auf einer abstrahierten Inanspruchnahme dieser fiktiven Bilder und greifen auf eine tiefe chromatische Skala zurück. Die Poetik der Farbe, das Innehalten der Zeit und die Zuneigung der Körper zueinander sind in seinen sinnlichen Gemälden zu entdecken.

Mit neuen Arbeiten für den Kunstverein Braunschweig setzt sich der Künstler mit queeren Begehren, Intimität, Cruising, mentalen und realen Landschaften auseinander. Malerisch verarbeitet er erlebte und ersehnte Eindrücke von portugiesischen Stränden, von seiner Umgebung auf dem portugiesischen Land sowie von Pornofilmen des „queer underground“, die in den 1970er und 1980er Jahren für ein unsichtbares Publikum produziert wurden.

So sind die eigentlichen Protagonist_innen der Malereien die sinnliche Zuneigung und der verstohlene Blick eines_einer Beobachters_Beobachterin. João Gabriels Werke zeugen von Zärtlichkeit und Ruhe, sie zeigen Körper, die sich ihrem Verlangen ohne Schuld und Vorurteile hingeben. Seine malerische Inspiration ist dabei auch von den Meistern des Barock inspiriert. So spiegelt das virtuose Spiel von Licht und Schatten in seinen Werken auch das Drama im Menschen wider.

João Gabriel wurde 1992 in Leiria, Portugal, geboren und lebt derzeit in Caldas da Rainha, Portugal. Sein Studium der Bildenden Kunst schloss er 2016 an der Hochschule für Bildende Künste und Design in Caldas da Rainha ab. Er war in unterschiedlichen Gruppenausstellungen vertreten, u.a. „A Place only we know“, The RYDER Madrid, 2021; „O lume dos olhos, a luzir no escuro“, Lehmann + Silva Gallery, Porto, 2019; „Don’t you remember why we came here for?“, The RYDER London, 2019; „De noite, todos os gatos”, Galeria do Teatro da Politécnica, Lissabon, 2019; „The Third Bank“, Coimbra Biennial of Contemporary Art, 2019; „A Permit for that Fire”, Galería Mascota, Mexiko-Stadt, 2018. Der Künstler war Preisträger der EDP Foundation New Artists Award (PT) in 2017.

Der Kunstverein Braunschweig freut sich mit „Almost Blue“, die erste institutionelle Einzelausstellung von João Gabriel in Deutschland zu präsentieren.

Kuratiert von Nuno de Brito Rocha und Benedikt Johannes Seerieder

Gästezimmer

Als Kommentar zur Ausstellung werden Künstler_innen eingeladen, jenen Raum zu bespielen, der in der Villa Salve Hospes ursprünglich als Gästezimmer genutzt wurde. Wir freuen uns, dass die Filmemacher João Pedro Rodrigues und João Rui Guerra da Mata der Einladung von João Gabriel gefolgt sind. Ihre Arbeiten erforschen Geschlechter und menschliches Begehren in allen ihren Facetten und Verwandlungen. Sie spiegeln die vielfältige Geschichte des Films wider, vom klassischen Kino bis zum Dokumentar- und Experimentalfilm.
Rodrigues‘ und Guerra da Matas Filme wurden auf den relevanten Filmfestivals der Welt uraufgeführt und ausgezeichnet, darunter in Cannes, Venedig, Locarno, Toronto und Berlin, und sind Teil mehrerer Filmarchive und Museumssammlungen wie dem MoMA Museum of Modern Art oder dem Harvard Film Archive. Im Jahr 2016 ehrte das Centre Pompidou in Paris Rodrigues und Guerra da Mata mit einer umfassenden Retrospektive sowie einer Ausstellung.

Wo:

Lessingplatz 12
38100 Braunschweig

Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei zugänglich.

Kontakt:

Lessingplatz 12
38100 Braunschweig

0531 49556