Lesung: Sara Klatt liest aus ihrem Roman "Das Land, das ich dir zeigen will" im Rahmen der Ausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“
Der Roman wechselt vielfach die Perspektive. Israel erscheint als Land der Menschen der Vergangenheit, die die Protagonistin S. durch Erzählungen ihres Großvaters kennenlernte, und gleichzeitig als Land der Menschen der Gegenwart, denen sie beim Trampen zwischen Tel Aviv und Jerusalem begegnet. Und während S. immer mehr über das Leben dieser Menschen lernt, eröffnet sich ihr Stück für Stück die eigene Geschichte, die ihres Vaters, ihres Großvaters – und ihr eigener Platz in Israel.
Sara Klatt zeigt ein Land, das so vielschichtig ist wie seine Bewohner:innen, ein Land voller Lebendigkeit zwischen Traum und Trauma.
Sara Klatt, 1990 geboren, ist in Hamburg aufgewachsen. Sie ist Enkelin eines nach Israel ausgewanderten Berliner Juden, ihr Vater flüchtete 1944 aus Königsberg. Im Alter von 21 zog sie erstmals für ein Jahr nach Tel Aviv und kehrte später immer wieder für längere Aufenthalte und zahlreiche fotografische Projekte nach Israel zurück. In Hannover studierte sie Fotojournalismus & Dokumentarfotografie, in Potsdam und Haifa Jüdische Studien. Sie fotografierte in Jerusalem für eine israelische Presseagentur und betreute zuletzt ein Netzwerk für deutschsprachige Shoah-Überlebende aus Tel Aviv. Sara Klatt lebt in Berlin. »Das Land, das ich dir zeigen will« ist ihr erster Roman.
Der Eintritt ist frei.
Mit Sara Klatt.