Christian Kracht: Faserland. Aufbrüche - Umbrüche in der Literatur
Christian Kracht: Faserland (1995)
Ein namenloser Ich-Erzähler, „ein dandyhafter arroganter Typ“, Sohn wohlhabender Eltern, durchquert in einem atemlosen Trip Deutschland von Nord nach Süd, per Flieger, mit der Bahn, im Auto. Orte seiner Zwischenstopps: subkulturelle Partys und angesagte Bars von Frankfurt bis München. Seine ständigen Begleiter: Zigaretten, Alkohol, Drogen, Sex. Was treibt ihn an? In welchen Milieus hält er sich auf? Welche Beziehungen hat er zu den Menschen, denen er begegnet? Und was glaubt er unter der Oberfläche eines Landes zu finden, das der Autor als „Faserland“ ironisiert? Christian Krachts gleichnamiger Roman, 1995 erschienen, gilt als Abgesang auf die politische Literatur der Vorgängergeneration und einflussreicher Treiber für eine literarische Strömung, die sich vor allem in den neunziger Jahren als „Pop-Literatur“ entwickelt hat. Neben den inhaltlichen Fragen soll in der Veranstaltung auch der Frage nach dem spezifischen „Stil“ dieser Literaturform nachgegangen werden.